The Call – Leg nicht auf!

The Call – Leg nicht auf!“ zeigt die Arbeit einer Notruf-Operatorin, die mit einer lebensbedrohlichen Situation konfrontiert wird. Jordan Turner nimmt den Anruf eines Mädchens entgegen, das sich vor einem Einbrecher versteckt. Sie gibt klare Anweisungen, doch ein folgenschwerer Fehler führt zum schlimmsten Ausgang. Monate später ruft ein weiteres Mädchen an, das in einem Kofferraum gefangen ist. Jordan übernimmt den Notruf und versucht, ihr Leben zu retten. Die Polizei sucht nach Hinweisen, während das Mädchen verzweifelt um Hilfe kämpft.

The Call - Leg nicht auf!
Dauer: 94 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Brad Anderson
Produzenten: Bradley Gallo
Hauptdarsteller: Halle Berry, Abigail Breslin, Morris Chestnut
Nebendarsteller: Michael Eklund, David Otunga, Michael Imperioli
Studio: Universum Film
Sprachen: Deutsch, English

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Die Lage spitzt sich zu, als der Täter brutale Entscheidungen trifft. Casey setzt alles daran, sich bemerkbar zu machen, während Jordan mit ihr in Kontakt bleibt. Jeder Versuch der Flucht wird gefährlicher, jeder Fehler könnte das letzte sein. Die Spur des Kidnappers führt in eine düstere Vergangenheit, die erschreckende Details offenbart. Während die Ermittler nach ihm suchen, setzt Jordan alles daran, Casey zu finden. Doch wird sie rechtzeitig die entscheidende Spur entdecken?

Besetzung, Drehorte & Infos

Brad Anderson führte 2013 Regie beim Thriller „The Call – Leg nicht auf!„. Das Drehbuch stammt von Richard D’Ovidio, während die Produktion in den Händen von Bradley Gallo, Jeffrey Graup, Michael J. Luisi, Michael Helfant und Robert Stein lag. Tom Yatsko übernahm die Kameraarbeit, den Schnitt verantwortete Avi Youabian, und die Filmmusik komponierte John Debney. Mit einer Laufzeit von 94 Minuten erhielt der Film in Deutschland eine Altersfreigabe ab 16 Jahren. Gedreht wurde in Los Angeles, Santa Clarita und Burbank, wo das Einkaufszentrum als Schauplatz für eine entscheidende Szene diente.

Halle Berry spielt Jordan Turner, eine Notrufmitarbeiterin, die während eines Anrufs mit Casey Welson, dargestellt von Abigail Breslin, in eine lebensbedrohliche Situation gerät. Morris Chestnut übernimmt die Rolle des Polizisten Paul Phillips, während Michael Eklund als Entführer Michael Foster auftritt. Michael Imperioli verkörpert Alan Denado, den Fahrer des schwarzen Wagens, und David Otunga ist als Officer Jake Devans zu sehen. Roma Maffia spielt Maddie, Jordans Vorgesetzte, während Denise Dowse als Kollegin Flora auftritt. Der Film wurde für mehrere Preise nominiert, darunter der Saturn Award als bester Thriller sowie drei Nominierungen für Halle Berry als beste Schauspielerin.

Mit Produktionskosten von rund 13 Millionen Dollar übertraf der Film die Erwartungen bereits am Eröffnungswochenende mit Einnahmen von 17 Millionen Dollar. Weltweit erzielte er über 68 Millionen Dollar und wurde damit zum erfolgreichsten Film der WWE Studios. Ursprünglich sollte er in Kanada entstehen, doch eine Steuererleichterung ermöglichte den Dreh in Kalifornien. Besonders herausfordernd waren für Berry Szenen im Notrufzentrum, in denen sie über längere Zeit ohne Unterbrechung agieren musste. Während einer Kampfszene verletzte sie sich leicht, konnte aber nach kurzer Behandlung weiterdrehen.

Inhalt & Handlung vom Film „The Call – Leg nicht auf! „

Jordan Turner arbeitet als erfahrene Notrufmitarbeiterin und erhält einen Anruf von der 15-jährigen Leah Templeton. Das Mädchen versteckt sich unter ihrem Bett, während ein Einbrecher das Haus durchsucht. Nachdem er scheinbar gegangen ist, ruft Jordan zurück, um sich zu vergewissern. Doch das Klingeln verrät Leahs Versteck, und der Einbrecher entführt sie. Jordan versucht, ihn zu beschwichtigen, doch er entgegnet lediglich: „Es ist bereits geschehen.“ Am nächsten Tag wird Leah tot aufgefunden. Tief betroffen zieht sich Jordan aus dem direkten Notrufdienst zurück und übernimmt stattdessen die Ausbildung neuer Mitarbeiter, um nicht erneut in eine solche Situation zu geraten.

Sechs Monate später wird die Schülerin Casey Welson nach dem Einkauf in einem Parkhaus entführt. Sie kann mit einem Einwegtelefon den Notruf wählen, doch die unerfahrene Kollegin von Jordan ist überfordert. Jordan übernimmt und erfährt, dass Casey sich im Kofferraum eines roten Camry befindet. Um Hinweise zu geben, tritt Casey das Rücklicht ein und winkt aus der Öffnung. Eine vorbeifahrende Frau bemerkt sie und meldet das Fahrzeug. Der Täter wird nervös, wechselt die Route und schlägt einen Helfer brutal nieder. Anschließend setzt er seine Fahrt fort und wechselt in ein anderes Fahrzeug, um der Verfolgung zu entgehen.

Flucht und Gegenwehr

Während Casey weiter versucht, Spuren zu hinterlassen, entdeckt ein Tankwart die Gefangene im Kofferraum. Doch bevor er eingreifen kann, wird er vom Täter mit Benzin übergossen und angezündet. Die Polizei identifiziert den Entführer als Michael Foster, der bereits durch frühere Verbrechen auffiel. Ermittler durchsuchen sein Haus, treffen aber nur auf seine ahnungslose Familie. Unterdessen bringt Michael Casey in eine abgelegene Hütte, wo er sie an einen Stuhl fesselt und mit Betäubungsmittel ruhigstellt. Jordan verfolgt die Hinweise und stößt auf eine unterirdische Kammer, in der Michael seine Opfer festhält. Sie erkennt, dass er seine Schwester verloren hat und verzweifelt versucht, ihren Tod auf grausame Weise zu verarbeiten.

Während Michael sich darauf vorbereitet, Casey zu skalpieren, gelingt es ihr, ihn mit einer Sprühflasche zu blenden. Sie versucht zu fliehen, doch der Täter überwältigt sie erneut. Jordan erreicht das Versteck und entdeckt grausame Hinweise auf seine früheren Morde. In einem verzweifelten Kampf kann sie Casey befreien, während Michael sie angreift. Gemeinsam setzen sie sich zur Wehr, bis Casey ihm mit einer Schere in den Rücken sticht. Doch Michael erholt sich und versucht erneut, sie aufzuhalten. Mit vereinten Kräften werfen Jordan und Casey ihn in den Keller, wo er bewusstlos liegen bleibt. Statt Hilfe zu rufen, fesseln sie ihn an den Folterstuhl, an dem er Casey gefangen hielt.

Als Michael wieder zu sich kommt, fleht er um Gnade, doch Jordan und Casey ignorieren ihn. Sie entscheiden, die Polizei nicht zu verständigen, sondern ihn seinem Schicksal zu überlassen. Niemand wird ihn vermissen, und die offizielle Version wird sein, dass Casey entkommen ist und Jordan sie gefunden hat. Als Michael erkennt, dass er keine Chance hat, bricht Panik aus. Er schreit um Hilfe, doch Jordan wirft ihm seine eigenen Worte entgegen: „Es ist bereits geschehen.“ Dann schließt sie die Tür und verlässt mit Casey den Ort des Grauens, während Michael verzweifelt um sein Leben kämpft.

Filmkritik und Fazit zum Film „The Call – Leg nicht auf! „

Brad Andersons Thriller „The Call – Leg nicht auf!“ fesselt von Beginn an mit einer intensiven Spannung. Die Handlung folgt der Notrufmitarbeiterin Jordan, gespielt von Halle Berry, die nach einem traumatischen Erlebnis erneut mit einer Entführung konfrontiert wird. Die Darstellung der internen Abläufe einer Notrufzentrale verleiht dem Film Authentizität und Tiefe. Die enge Zusammenarbeit zwischen Jordan und der entführten Casey, verkörpert von Abigail Breslin, erzeugt eine packende Dynamik. Die Kameraarbeit unterstützt die klaustrophobische Atmosphäre und lässt den Zuschauer die Bedrohung hautnah miterleben.

Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg überzeugend. Halle Berry bringt die innere Zerrissenheit ihrer Figur glaubhaft zum Ausdruck, während Abigail Breslin die Angst und Verzweiflung ihrer Rolle eindringlich vermittelt. Michael Eklund als Antagonist strahlt eine unheimliche Präsenz aus, die den Zuschauer in Atem hält. Die Inszenierung setzt auf eine Mischung aus psychologischer Spannung und actionreichen Sequenzen, die geschickt miteinander verwoben sind. Die musikalische Untermalung von John Debney verstärkt die emotionale Intensität der Szenen und trägt maßgeblich zur dichten Atmosphäre bei.

Trotz der vielen Stärken weist der Film im letzten Drittel Schwächen auf. Die zuvor sorgfältig aufgebaute Spannung weicht einer Reihe von weniger glaubwürdigen Wendungen. Einige Entscheidungen der Protagonisten wirken konstruiert und mindern die zuvor etablierte Authentizität. Das Finale hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck und entspricht nicht der Qualität des vorherigen Handlungsverlaufs. Dennoch bleibt „The Call – Leg nicht auf!“ ein sehenswerter Thriller, der durch seine intensive Atmosphäre und starken Darstellerleistungen überzeugt.

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